Seit 2010 ist in den Gemeinden die gesplittete Abwassergebühr eingeführt. Dies bedeutet, dass sich die Höhe der Abwassergebühr danach richtet, wie viel Wasser ins öffentliche Kanalnetz eingeleitet wird. Hier bietet sich für Sie, durch die Nutzung von Regenwasser, das Potenzial Gebühren einzusparen.
Wir zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten Sie im Garten haben. Der Umwelt und Ihrem Geldbeutel zuliebe.
Schon bei der Wahl der Beläge haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Man unterscheidet vollversiegelte, teilversiegelte und Wasser durchlässige Beläge. Je mehr Wasser durch einen Belag versickern kann, desto weniger Abwassergebühren zahlen Sie für diese Flächen. In diesem Garten wurde ein Teil der Einfahrt mit Rasenfugenpflaster gestaltet.
Inzwischen gibt es sehr schöne Pflaster- und Plattensysteme, die entweder durch den (porösen) Stein selbst oder durch die Fuge entwässern. Am besten ist es, wenn man das Wasser, das auf den Belagsflächen, wie Terrassen oder Gartenwegen anfällt, direkt im Garten versickern lässt.
In begrünten Versickerungsmulden mit Notüberlauf versickert das Regenwasser von Dach- und Belagsflächen. Durch die Rückhaltung wird das Abwassernetz entlastet, was nicht zuletzt auch zu einer Vermeidung von Überschwemmungen beiträgt. Integriert man die Mulden gekonnt in die Gartengestaltung, so stellen sie sogar einen schönen Blickfang dar und tragen zur ökologischen Vielfalt bei.
Dachflächen beispielsweise von Garagen oder Gartenhäusern lassen sich mit einer Dachbegrünung versehen. Diese hält das Regenwasser zurück oder gibt es zeitverzögert ab. Ein begrüntes Dach kühlt im Sommer das darunter liegende Gebäude, ist eine Augenweide und bietet unterschiedlichen Lebewesen, wie Vögeln und Schmetterlingen Nahrung.
Beregnung an heißen Sommertagen ist ein wichtiges Thema. Um teures Leitungswasser zu sparen, empfehlen wir den Einbau einer ausreichend großen Zisterne. So sparen Sie doppelt und für Ihre Pflanzen ist Regenwasser ohnehin das Beste.